| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | ||
| 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |
| 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 |
| 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 |
| 27 | 28 | 29 | 30 |
Vorweg eine kurze Begriffserklärung: Meditation ist dem lateinischen Wort meditatio entlehnt. Es bedeutet soviel wie religiöse Versenkung. Meditation ist eine in vielen Religionen und Kulturen geübte spirituelle Praxis. Die Grazer Psychotherapeutin Barbara Klell: „Meditation ist eine Technik, die die Konzentration stärkt, den Stresspegel senkt und positiv auf das Immunsystem wirkt. Wer es schafft, diese neue Lebensqualität, diese "Seelenruhe", in den Alltag mitzunehmen, tut sich selbst und seinen Mitmenschen etwas Gutes.“
Der Geist soll durch Achtsamkeits- oder Konzentrationsübungen beruhigt und gesammelt werden. Angestrebt wird dass die ständig kreisenden Gedanken zur Ruhe kommen und – je nach Lehre – zum Beispiel ein Zustand der Stille oder Leere eintritt. In den meisten Fällen wird Meditation losgelöst vom religiösen Hintergrund zu medizinischen Zwecken und um Stress zu reduzieren angewandt.
Und wie fühlt sich der Übende im Zustand der Meditation? Klell: „Man ist gleichzeitig ganz entspannt und voll wach." Genug Theorie – Zeit fürs Tun! Mit den Anleitungen der Expertin können Sie Ihre erste Meditation beginnen:
Wer sich dem Thema Meditation zuwendet, wird schnell
feststellen, dass es Dutzende Formen der Meditation gibt. Klell:
„Prinzipiell unterscheidet man zwei Arten – die konzentrierte und
die kontemplative Meditation.“
Bei der konzentrierten Meditation wird der Geist (die Wahrnehmung/die Aufmerksamkeit)
auf ein Objekt (den eigenen Atem, einen Punkt an der weißen Wand, ein Feuer, Buddha,
Bliss etc.) gerichtet und bleibt dort. Wenn der Übende das kann, haftet der
Geist am Objekt wie ein Nagel im Brett. Da bedeutet auch, dass das, was wir
meist Meditation nennen, ein Üben dieses Zustandes ist. Denn im Normalfall
können wir unser Bewusstsein keine fünf Minuten lang stabil auf nur ein einziges Objekt fokussieren.
Bei der kontemplativen Meditation kommt man durch logische Überlegungen zu einer Erkenntnis, die in der Meditation verinnerlicht und vertieft wird (kein "Nachdenken").
Wann soll man sich Zeit nehmen für die Meditation? Gibt es so etwas wie den richtigen Zeitpunkt? Wichtiger als der Zeitpunkt ist, dass man sich gerne die Zeit nimmt um eine kurze Meditation zu machen. Barbara Klell: "Der Morgen eignet sich gut, weil wir noch ausgeruht und konzentriert sind. Außerdem kann man seinem Tag durch die Meditation gleich zu Beginn eine positive Wende geben."
Wer erst nach der Arbeit Zeit für einige Minuten der Stille hat, praktiziert eben am Abend. "Am Abend können Sie den Tag mit einer Meditationsübung optimal ausklingen lassen und den Trubel des Alltags ablegen," sagt die Expertin. In diesem Sinne - haben Sie Freude am Üben und am Einstieg in die Welt der Meditation! (red)
